Dienstag, 2. Juni 2009

a hate. an old friendship and a cooking

Bei uns hatte Rossman wohl so einen Monat geschlossen. Seit letzten Samstag haben wir ein neues, größeres, besseres :D Die Menschen strömen in großen Trauben hinein: bestaunen, betatschen, beäugen die neuen Regale, die neuen Produkte.

Gestern war ich dann auch da um Batterien zu kaufen. Ja, wieso kauft die sich nichts anderes? Ich war Samstag schonmal da und dementsprechend bereits ausgestattet. Und heute brauchte ich halt Energie für meine Kamera um etwas Penspinning aufzunehmen.

Zufälligerweise bin ich meinem Vater begegnet. Er zahlte also für mich mit und wir verließen gemeinsam die Drogerie. Dabei wurden wir von einem 24/25 jährigen Vietnamesen angehalten. Anscheinend kannten er und mein Vater sich. Der Erziehung nach begrüßte ich ihn höflich und musterte ihn kurz. Naja, was soll ich sagen? Er ist nicht gerade hübsch, eher hässlich um genau zu sein. Da er mir auch noch unsympathisch durch das Geschleime bei meinem Vater war, zeigte ich wenig Interesse. Nach einem kurzen Gespräch fuhr mein Vater mit dem Auto nach Hause und ich ging zu Fuß.

Irgendwie fühlte ich mich beobachtet. Immer wieder warf ich einen Blick um mich, entdeckte aber nichts auffälliges. Ich befürchtete paranoid zu sein- obwohl ich mich in solchen Sachen eigentlich gut auf meine Sinne verlassen konnte. Als ich mich dann bereits auf unserer Wohnstraße befand, wollte ich eine Einfahrt überqueren. Sie führt zu einem großen Parkplatz. Ein Auto wollte gerade einfahren, sodass ich stehen blieb. Der Autorfahrer bremste und ich zuckte um weiterzugehen. Selbiges tat das Auto und ich blieb wieder stehen. Woraufhin auch das Auto wieder stehen blieb. Genervt verdrehte ich die Augen und lief einfach weiter.
Plötzlich hörte ich jemanden meinen Namen rufen und drehte mich um. Im Auto saß dieser komische Kerl mit dem mein Vater sich unterhalten hatte. Anscheinend hatte er mich die ganze Zeit im Auto verfolgt, was auch der Grund war, dass er von mir unentdeckt blieb. Er meinte also auf Vietnamesisch, dass ich aus einem Grund mitkommen solle: "Em vao day cai - anh nho."

Wer so aufgezogen worden ist wie ich, weiß, dass es eigentlich keine Chance gibt dieser "Bitte" zu entgehen. Er fuhr also auf den Parkplatz und ich lief ein Stück hinterher. Aus seinem Mercedes ausgestiegen, poste er affig-cool vor mir herum und meinte, dass er Zeit habe und wir was trinken gehen könnten. Betont höflich entgegnete ich, dass ich mir die Zeit fehle. Da er anscheinend massiven Schaden durch die Entwendung aus der vietnamesischen Umgebung und die Aussetzung in Deutschland mitten in der Pubertät davongetragen hat, sagte er, dass ich doch gar nicht mal so schlecht aussehe und er mir eine Chance geben möchte.
Innerlich kochend, versuchte ich mich selbst zu beruhigen, da er mich bei einem verbalen Gegenschlag verpetzt hätte. Ich entgegenete nur knapp, dass ich kein Interesse hätte. Anscheinend brüskiert, versuchte er fies zu werden. "Boah Mädel, tu nicht immer auf Eisprinzessin. So kriegst Du nie einen ab. Du bist zu arrogant!"
Nun hatte ich wirklich genug. Süß lächelnd rutschte mir: "Und jetzt weiß ich wieso Du keine Freundin hast." heraus. Ich warf den Kopf zurück und stolzierte davon.


Jetzt mal im Ernst. Wieso passiert mir sowas - immer wieder?! Irgendwelche 23/24/25 jährigen Jungs, die erst in der Pubertät von Vietnam nach Deutschland gekommen sind, glauben ernsthaft mich dumm anmachen zu müssen. Ich habe die Nase voll von sowas aber leider hilft anscheinend mein zur Schau gestelltes Desinteresse einfach nicht. Was soll ich noch tun? Ich meine, ich renn' nicht mit einem Schild rum: "Mach mich an, jaaa genau Du! Ich liebe dumme Sprüche und asiatische Denkweisen!"
Natürlich gibt es Ausnahmen. Ich kenne sogar einige. Die Mehrzahl jedoch hat viele alte Gedankenstrukturen mitgenommen. Von wegen typische Rollenverteilung, Frauen sollten nicht so viel denken, Männer haben immer Recht - wie auch Ältere usw.
Es ist insofern problematisch mit diesem Typus Kerl, weil er unsere Spielregeln genau kennt. Keine dummen Anmachen vor den Eltern. Wenn mit Eltern, dann werden nur Komplimente gemacht und eine dicke Schleimspur hinterlassen. Widerlich.



Kommen wir auch kurz zum heutigen Tag. Den habe ich mit einem Kumpel/Freund verbracht, mit welchen ich schon länger keinen Kontakt mehr hatte, obwohl wir sehr nah bei einander wohnen (er braucht mit dem Zug vielleicht 20 Minuten).
Früher haben wir uns sehr oft gesehen- jedes Wochenende. Irgendwie verlor sich das jedoch, da sein Zeitplan zu sehr gefüllt war. Wir anderen dachten, er habe keinen Bock mehr uns zu sehen. Schließlich meldete er sich nicht mehr und hatte nie Gründe für sein Nicht-Auftauchen genannt. Gestern hatten wir eine Unterhaltung, ja nahezu eine Aussprache. Ich muss sagen, dass diese Sache aus heutiger Sicht ganz anders aussieht. Die damaligen Gedanken scheinen wirklich dumm. Wir hatten so viel Spaß zusammen, natürlich gab es einen konkreten Grund. So verabredete der Rest von uns sich allein. Er war zu traurig, um etwas zu sagen. Hinzu kommt, dass er noch andere Probleme hatte, die ihn seelisch belasteten. Wir haben einfach nicht nachgefragt. So lebten wir uns auseinander.
Dass es so gekommen ist, lässt sich nicht ändern. Dafür war eine Art Anknüpfung, eine Art Neuanfang sehr willkommen. Ich verabredet mich also mit ihm. Wir wanderten ein bisschen in der Stadt herum, trafen Leute, aßen zusammen Mittag, zockten gemeinsam aber vorallem redeten,redeten,redeten wir.
Wer micht kennt, weiß, dass ich meine Freunde unter den Menschen heraussuche, ja regelrecht selektiere. Umso mehr erfreut es mich, dass wir unsere freundschaftlichen Gefühle wieder auffrischen konnten. Heute denke ich über viele Sachen anders. Auch Freundschaft hat einen noch viel größeren Stellenwert, obwohl ich es damals nicht für möglich gehalten hätte etwas eine noch größere Bedeutung zuordnen zu können. Von daher: Danke für den schönen Tag, mein Freund.




ViNa Cooking

Heute werde ich mich einer Beilage widmen:

Rippchen süß-sauer

Zutaten:
Rippchen vom Schwein
Zwiebel: eine große
Knoblauch : eine Zehe
Glutanat
Salz
Zucker
Essig
Pfeffer
Sojasoße
Fischsoße
Ketchup
Weizenmehl
Kartoffelmehl
Gewürz Ngu Vi Huong
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Als erstes gibt man die Rippchen mit Wasser und einer Viertel Zwiebel in einen Topf. Natürlich erst nachdem man sie ausgiebig gewaschen hat. Dort wird alles erhitzt bis die Rippchen von außen aussehen, als wären sie genießbar. Dann nimmt man den Topf vom Feuer.
Die Rippchen kommen nun in eine große Schüssel. Die restliche Zwiebel wird so klein wie möglich geschnitten, wie auch die Knoblauchzehe. Beides wird auch der Schüssel beigefügt.
Mit Salz, Zucker, Glutanat wird in folgendem Verhältnis gewürzt: o,5 : 2 : 1
Die Fischsoßenflasche wird 1 bis 2 mal reingeschwenkt. Eine Priese Pfeffer und Ngu Vi Huong wird hinzugefügt. Man gibt etwas Mehl hinzu. Gerade soviel, dass alles leicht bedeckt ist. Anschließend wird alles vermengt.
Die Schüssel wird abgedeckt und mindestens 20 Minuten in Ruhe gelassen. Geht 'ne Runde Zocken :] Die Gewürze müssen in dieser Zeit nämlich erst einziehen.

Eine Pfanne wird mit Öl erhitzt. Die marinierten Rippchen kommen hinein. Eine Seite wird halt solange angebraten bis sie eine braune/kastanienrote Farbe angenommen hat. Dann wendet man das Fleisch. Sieht die Rückseite genauso aus, ersetzt man es durch eine wartende Rippe. Durch diese Prozedur sorgt man dafür, dass alles nun wirklich genießbar ist.

Währenddessen kann man schon mal für den süß-sauren Geschmack vorarbeiten. In eine Schüssel gibt man Wasser und etwas Essig. Dann kommen mindestens 2 Löffel Zucker hinzu und einen Löffel Ketchup. Das wird alles verrührt. Sollte die Farbe zu hell sein, fügt man noch etwas Sojasoße hinzu. Ein Löffel Kartoffelmehl kommt auch noch hinein.

Auf niedriger Flamme kommen die Rippchen zurück in die Pfanne und die vorbereitete Soße wird hinzugeben. Sollte noch viel Öl übrig geblieben sein, sollte man es wegkippen. Alles zusammen wird aufkochen gelassen auf etwas erhöhter Temperatur. Dabei sollte beachtet werden, dass man gleichmäßig rührt, sodass nichts anbrennen kann.

Fertig :) Einfach mit Reis servieren <3

4 Kommentare:

  1. Dann mach ich mal wieder den Anfang...
    Es gibt eine Lösung für dein Problem:
    Cuong Nguyen The.
    Der Kerl hätte sich nie an dich ran gemacht, wenn er mich gesehn hätte! Man Ha, wie oft soll ich dir das noch sagen... xD Aber gut, ich war ja nicht da -.- Aber WENN !
    von deinem freund weiß ich gar nichts o.ö
    und rippchen... ich mag keine fischsoße, aber rippchen ._. ein teufelskreis

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  2. Naja...was soll ich dazu sagen?
    Weißt du was dein Problem ist?Du bist hübsch.An dieser Stelle soll das nicht negativ aufgeführt werden,aber wer hübsch ist,wird eben angemacht.Das ist nun leider das Gesetz der Natur.Dass sich Asiaten nun mal dümmer anstellen als Deutsche,war ja irgendwie abzusehen ^^.An der Stelle möchte ich betonen,dass mir das langweilige,unauffällige Leben,welches ich führe,sehr gefällt :D.
    Wie wärs eigentlich,wenn du deinem Dad alles petzten würdest?Der würde doch wieder mit der Nummer "Zeig mir den Kerl und ich breche ihm die Knochen" kommen ^^.

    Rippchen....mjam.Ich werde es bei Gelegenheit nachkochen und mal Bilder reinstellen.

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  3. ei schatz..die rippchen T__T

    boah..ich hätt dem typen eine reingeschlagen -.-'
    so ein arschkind...

    und schön, dass du wieder kontakt zu nem alten freund hast^^

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  4. Mein Beileid dazu...naja bald bist ja eh weg und kannst auch mal härtere Töne geben

    sachma wenn du mal die rezepte kochst...kannst auch mal ein bildchen reinstellen?
    das würde meinen ohnehin schon grossen appetit noch mehr vergrössern^^

    pk

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