Dienstag, 5. Januar 2010

To change because I want

And voices
and words
and pictures
and thoughts
but they're just like a rush
it's empty inside
and weight in my mind


Ich weiß nicht, was los ist zurzeit... Traurigkeit erfüllt mich beim Gedanken an meine seltenen und vorallem stiltechnisch absolut miesen Texte.
Kennt ihr das? Wenn eigentlich das Gesamtbild des Lebens einen erträglichen Geschmack mit sich bringt und dennoch die innere Unruhe dafür sorgt, dass man von Unzufriedenheit erfüllt ist?

Mein Leben ist schnell geworden. Eine Bahnfahrt jagt die andere und ihr Tempo wurde zu meinem. Arbeit, Familie, Arbeit, Freunde, Arbeit... Was ist schon Schlaf angesichts des jugendlichen Amüsements? Dieser Philosophie kann Tage, ja vielleicht auch eine Wochen folgen. Irgendwann jedoch erreicht der Körper seine Grenzen.

Meiner hat sein Limit erreicht. Wirklich.
Der Arzt hat mich bis Sonntag krank geschrieben und ich fühle mich dieser Entscheidung gewachsen. Seelisch und körperlich. Ich spüre in den letzten Tagen regelrecht wie mein Körper abbaut. Unkontrollierbare Müdigkeit und ein Nebel aus Erschöpfung liegt auf mir.
Zähle man auf die Rechnung des Körpers täglich 3 Mahlzeiten und 8 Stunden Schlaf - so stünde ich in tiefer Schuld. Mehr als 50 Portionen Essen und 20 Stunden Träume müsste ich begleichen.

"Der Wille ist die mächtigste Kraft des Menschen", las ich eines Mal. Mangelt es daran, dass sie körperlich so geschunden ist und übertreibt sie nicht einfach?
Dass ich nicht schon früher diese gesundheitlichen Schwächen hatte, lag- so denke ich- allein an meinem Willen. Nach 5 Tagen mit ca. 23 Stunden Schlaf war es einfach nur noch mit bloßem Willen möglich 5 Uhr früh aufzustehen. Auch frage ich mich immer noch wie ich meine 20 Stunden Tage überstanden habe.
Vielleicht aber war ich nicht willentlich genug mich auch weiterhin aufrecht zu halten.

Genug von meinen Befindlichkeiten. Was meint ihr?
Ist es allein durch bloße Willenskraft möglich den Körper nach seinen Ausrichtungen und Wünschen zu formen und zu steuern? Wird man krank, weil man Krankheit zulässt? Hält man bei 4000m durch, weil man keine Lücken für Schwächen lässt?
Der Körper bedarf eigentlich mehr. Wasser und Nährstoffe allein als elementare Dinge. Wie also, kann es sein, dass besonders im Alter die Menschen nahezu unendlich lange ihrem Leiden ausgesetzt sind, obwohl sie die Nahrungsaufnahme verweigern.

Ebenso kann man auf größere Kraftreserven zurückgreifen, wenn man in den Zustand der Wut versetzt wird. Ein Schlag, ein Stoß, ein Schrei haben eine erheblich größere Wirkung als im friedfertigen Zustand. Andererseits kann man nicht mit Bestimmtheit sagen, dass bei einer in Wut ausgeführten körperlichen Bewegung unbedingter Wille der Effektor ist.

Das Licht kann man auch auf die Leistung an sich wenden. Bin ich besser, weil ich es möchte? Bin ich intelligenter, weil ich mir das zum Ziel gesetzt habe ... usw. Meiner Meinung ziemlich fraglich. Vielleicht löst der Wille in unserem Gehirn ja besondere Strömungen aus, welche dafür sorgen, dass unsere Leistungsfähigkeit enorm steigert und wir beispielsweise wirklich intelligenter werden.

Wie man es also dreht und wendet... der menschliche Wille ist ein mächtiges Instrument um seinen Körper nach eigenen Wünschen zu bewegen. Der Körper ist von Natur aus faul- ein Schutzmechanismus um eine Überlastungsgefahr so weit wie möglich zu mindern.
Mit Willen kann ein jeder seinen Wünschen nach und dennoch erreicht man irgendwann eine Grenze, deren Überschreitung nichts als Müdigkeit zurücklässt.

Was es auch sein mag. Gönnt euch etwas Ruhe. Ob nun von Freunde, der Familie, Hobbies oder einfach dem Leben. Lasst zu, dass eure Seele den Schwinungen der Welt entrissen wird und ihre eigene Ausgeglichenheit wiederfindet.

2 Kommentare:

  1. "Eine Bahnfahrt jagt die andere und ihr Tempo wurde zu meinem."
    Also wenn Du - wie ich annehme - im Normalfall Regio fähst dann ... *hust* =P

    Spaß und so ; )

    Dein Text lässt ja beinahe vermuten, dass Du den Spruch "Der Wille versetzt Berge." etwas zu wörtlich aufnimmst und der Willeskraft wahre Wunder jenseits jeder natürlich gegebenen Grenze zuschreibst. o_O'
    Ich war ja heilfroh, als ich den Schluss las und erkannte, dass Du Dir nun doch endlich mal etwas Ruhe gönnen willst und nicht meinst, es müsse immer mehr und noch mehr gehn.
    Denn den Körper so weit zu schänden, dass es ihm nicht mehr möglich ist, durch geistige Leistung neue Kräfte zu mobilisieren macht wohl wenig Sinn. =P

    Übertreib's jedenfalls nicht. ; )

    Gruß,
    Tarek <3

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  2. Wille hin oder her.Der Wille ist ja eigentlich so ausgerichtet,noch vorhandene Kraft bzw. Potenzial heruaszuholen.Wenn es nichts mehr zum "herausholen" gibt,dann bringt der der beste Wille nix.

    Seit meinem Praktikum habe ich auch nur noch an die 5 Stunden Schlaf,aber am Wochenende bemühe ich mich,wenigstens 8 Stunden am Stück durch zuschlafen.Meine Gesundheit ist mir wichtiger als jeder -vermeindliche- Spaß.

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